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Hochrangiges Bioökonomie-Event in Wien

Europakarte Holz Adobe Von Beugdesign

24.02.2026

Beim hochrangigen internationalen Bioökonomie-Event COLI in Wien hat die europäische Holzindustrie ihre klare Position für eine wettbewerbsfähige, marktorientierte und kreislauforientierte Bioökonomie bekräftigt. Die Veranstaltung brachte Ministerinnen und Minister sowie führende politische Entscheidungsträger aus zahlreichen Ländern zusammen, um die Rolle der forstbasierten Bioökonomie für Klimaneutralität und nachhaltiges Wachstum zu diskutieren.

Beitrag der Holzindustrie zur Klimaneutralität

Die europäische Holzindustrie leistet bereits heute einen wesentlichen Beitrag zur Klimaschutz- und Anpassungsstrategie. Durch den Einsatz nachhaltiger Holzprodukte werden fossile und nicht erneuerbare Materialien in Bauwesen, Industrie und Alltagsanwendungen ersetzt. Damit trägt die Branche zur Reduktion von Treibhausgasemissionen sowie zur Stärkung einer ressourceneffizienten Wirtschaft bei.

Rohstoffbasis als zentrale Voraussetzung

Für die Weiterentwicklung der Bioökonomie ist eine gesicherte und ausreichende Rohstoffbasis entscheidend. Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Materialien erfordert einen pragmatischen, kohärenten und industriepolitisch realistischen Rahmen.

Europa muss die Mobilisierung von Holzressourcen stärken und dabei die nationalen Konzepte der nachhaltigen Waldbewirtschaftung respektieren. Gefordert wird ein diskriminierungsfreier Ansatz, der sowohl primäre als auch sekundäre Holzressourcen einbezieht und die Kreislaufwirtschaft gezielt unterstützt.

Investitionen und Marktnachfrage gezielt fördern

Die Branche betont, dass politische Strategien über reine Forschungsförderung hinausgehen müssen. Neben Innovationen braucht es konkrete Maßnahmen zur Skalierung und breiteren Anwendung bereits bestehender biobasierter Produkte.

Nachfrageseitige Instrumente wie die ökologische öffentliche Beschaffung (Green Public Procurement) oder Lebenszyklusanalysen im Bauwesen können stabile und wettbewerbsfähige Märkte schaffen. Dabei ist darauf zu achten, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen nicht durch unverhältnismäßige administrative Anforderungen belastet werden. Die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Europa muss im Mittelpunkt stehen.

Abstimmung mit Bau- und Wohnungspolitik

Ein kohärenter Ansatz zwischen Bioökonomiestrategie und Wohnbaupolitik ist ebenfalls notwendig. Biobasierte Materialien müssen in den einschlägigen Regelwerken angemessen berücksichtigt werden. Standards sollten einen fairen Vergleich zwischen biobasierten und nicht biobasierten Materialien ermöglichen, sodass erneuerbare und klimaneutrale Lösungen gleichberechtigt am Markt bestehen können.

Zudem sollte die Erneuerbarkeit von Materialien in der EU-Kreislaufwirtschaftsgesetzgebung ebenso anerkannt werden wie Recyclingfähigkeit und Wiederverwendbarkeit.

Bioökonomie als Chance für Wachstum und Beschäftigung

Die europäische Holzindustrie sieht in der Bioökonomie großes Potenzial für Klimaneutralität, wirtschaftliches Wachstum, regionale Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze. Voraussetzung dafür sind kohärente, verhältnismäßige und industriepolitisch realistische Rahmenbedingungen auf EU-Ebene. Die Branche signalisiert ihre Bereitschaft, aktiv an der Umsetzung einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Bioökonomie mitzuwirken.

 

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