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CEI-Bois: Leistbares Wohnen und nachhaltiges Bauen in der EU

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02.04.2026

Der Europäische Verband der holzverarbeitenden Industrie (CEI-Bois) begrüßt die Initiative der Europäische Kommission, mit einem Affordable Housing Act die Leistbarkeit von Wohnraum in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt gezielt zu verbessern. Der Mangel an verfügbarem Wohnraum gilt als zentraler Treiber der aktuellen Krise und muss dringend adressiert werden. Gleichzeitig ist es entscheidend, den Ausbau des Wohnungsangebots mit klimafreundlichen und energieeffizienten Lösungen zu verbinden, um langfristig nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.

Mehr Wohnraum durch nachhaltiges Bauen

Im Zentrum der vorgeschlagenen Maßnahmen steht eine deutliche Ausweitung des Wohnungsangebots, die konsequent mit nachhaltigem Bauen verknüpft werden soll. Der verstärkte Einsatz biobasierter Materialien wie Holz sowie die Förderung industrialisierter Bauweisen spielen dabei eine zentrale Rolle. Moderne Baukonzepte wie Vorfertigung, serielle Produktion und modulare Bauweise ermöglichen nicht nur schnellere Bauzeiten, sondern auch geringere Kosten und eine höhere Planungssicherheit. Gleichzeitig eröffnen sie neue Beschäftigungsmöglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette und stärken regionale Wirtschaftskreisläufe.

Potenziale im Bestand nutzen

Besonders im urbanen Raum, wo Flächen knapp sind, kommt der Sanierung und Erweiterung bestehender Gebäude eine wachsende Bedeutung zu. Durch horizontale und vertikale Nachverdichtung kann zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden, ohne neue Flächen zu versiegeln. Leichte, modulare Holzbaulösungen eignen sich hierfür besonders gut, da sie effizient, schnell und mit vergleichsweise geringer Belastung für die bestehende Umgebung umgesetzt werden können.

Kreislaufwirtschaft stärken

Ein wesentlicher Aspekt der vorgeschlagenen Strategie ist die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft im Bausektor. Dabei sollte die Nutzung erneuerbarer Materialien wie Holz gleichwertig zur Verwendung recycelter Materialien bewertet werden. Holz vereint zentrale Eigenschaften der Kreislaufwirtschaft, da es erneuerbar, wiederverwendbar und recycelbar ist. Eine stärkere Förderung des Holzbaus kann somit nicht nur zur Entlastung des Wohnungsmarktes beitragen, sondern auch die klima- und umweltpolitischen Ziele der Europäischen Union unterstützen.

Bessere Rahmenbedingungen schaffen

Um das volle Potenzial dieser Ansätze zu erschließen, bedarf es geeigneter politischer Rahmenbedingungen. Dazu zählen insbesondere ein verbesserter Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten, die gezielte Förderung klimafreundlicher Bauweisen etwa durch öffentliche Beschaffung, vereinfachte und beschleunigte Genehmigungsverfahren sowie die Harmonisierung und Modernisierung von Bauvorschriften und Produktstandards. Ebenso wichtig sind wissenschaftlich fundierte Methoden zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Bauprojekten, um fundierte und vergleichbare Entscheidungen zu ermöglichen.

Fazit

Insgesamt zeigt sich, dass sich die Herausforderungen rund um leistbares Wohnen, Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung gemeinsam adressieren lassen. Der verstärkte Einsatz moderner Bauweisen und nachhaltiger Materialien wie Holz bietet eine unmittelbar verfügbare und zugleich zukunftsorientierte Lösung, um den steigenden Wohnraumbedarf in Europa zu decken und gleichzeitig ökologische Ziele zu erreichen.

Das komplette Positionspapier zum Download.

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