EU-Branchenallianz fordert praxisgerechte EUDR-IT-Plattform

01.06.2026
Wenige Monate vor dem Inkrafttreten der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) warnen zahlreiche europäische Branchenverbände vor erheblichen Mängeln im zentralen EUDR-Informationssystem. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern sie die Europäische Kommission auf, bestehende technische Hürden und praxisferne Anforderungen dringend zu beseitigen. Die Initiative wird von 16 europäischen Branchenverbänden getragen, die die gesamte Wertschöpfungskette von Land- und Forstwirtschaft über die Holz-, Papier-, Verpackungs- und Bioenergieindustrie bis hin zu Futtermitteln, Agrarrohstoffen, Kakao, Reifen und weiteren verarbeitenden Industrien repräsentieren.
Die Verbände kritisieren unter anderem Einschränkungen bei der Bündelung von Sorgfaltserklärungen, fehlende Funktionen für komplexe Lieferketten, unzureichende Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie mangelnde Planungssicherheit bei Änderungen des Systems. Ohne weitere Verbesserungen drohten unnötige Kosten, zusätzliche Bürokratie und erhebliche Belastungen für Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die Unterzeichner betonen, dass das Informationssystem nicht nur den rechtlichen Vorgaben entsprechen, sondern auch den praktischen Anforderungen der Wirtschaft gerecht werden müsse. Nur ein leistungsfähiges, benutzerfreundliches und belastbares System könne eine reibungslose Umsetzung der EUDR und die Versorgung des europäischen Marktes sicherstellen.
Das vollständige Positionspapier finden Sie hier.




