Beste Ideen zum Aufstocken mit Holz ausgezeichnet

25.05.2026
Studierende aus 8 Ländern (Österreich, Deutschland, Kroatien, Italien, Slowakei, Russland, Polen, Slowenien) bewarben sich um eine Auszeichnung beim internationalen Wettbewerb proHolz Student Trophy 26, der von proHolz Austria in Kooperation mit proHolz Bayern unter dem Motto "Timber on top" ausgelobt wurde. Eine Fachjury kürte die Preisträger:innen. Bei der Preisverleihung am 21. Mai 2026 an der Technischen Universität Wien wurden die prämierten Entwurfsprojekte vorgestellt und Preisgelder in Höhe von insgesamt 19.500 Euro an die Sieger:innen-Teams überreicht.
Bodenschonendes und klimafreundliches Bauen
3 Bauaufgaben in 3 Städten standen im Rahmen des Wettbewerbs zur Auswahl. Gesucht waren Aufstockungslösungen mit Holz für ein Studierenden-Wohnheim in Laibach, ein Ärztehaus und Bürogebäude in München sowie eine Obdachlosen-Heimstätte in Wien.
In Europa und auch weltweit leben immer mehr Menschen in Städten. Städte wachsen rasant und stehen vor der Herausforderung, Wohnraum und Infrastruktur klimafreundlich und bodenschonend zu errichten. Eine Lösung liegt im Weiterbauen der bestehenden urbanen Gebäudestrukturen mit Holz. Denn so wird kein wertvoller, neuer Boden verbraucht und durch die CO2-Bindung im Holz das Klima entlastet.
Den nachwachsenden Rohstoff Holz nützen
Holz ist prädestiniert für Bauaufgaben der Nachverdichtung. Sein geringes Gewicht bei zugleich hoher Tragfähigkeit bietet große Vorteile bei Aufstockungen. Der hohe Vorfertigungsgrad im Holzbau führt zu kürzeren Bauzeiten und weniger Baustellenlärm, ebenfalls Faktoren, die gerade beim Bauen im Bestand von Bedeutung sind.
Holz ist ein Rohstoff, der in Europas Wäldern ausreichend vorhanden ist. Die Holzvorräte sind in den letzten Jahrzehnten stark angewachsen. Bauen mit Holz verlagert den Kohlenstoffspeicher vom Wald in die Gebäude und schafft einen zweiten Wald in den Städten. Anstelle der geernteten Bäume wachsen neue Bäume nach, die der Atmosphäre wieder aktiv CO2 entziehen. Gebäude aus Holz haben einen kleineren CO2-Fußabdruck als Gebäude aus anderen Materialien und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors.
Materialgerechtes Entwerfen und Planen mit Holz
Das natürliche Material Holz stellt spezifische Anforderungen an das Planen und Bauen. Dieses muss entsprechend erlernt werden. „Die proHolz Student Trophy, die wir bereits zum sechsten Mal ausgelobt und umgesetzt haben, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Bemühungen um die Vermittlung von Holzbau-Knowhow an die Planer:innen der Zukunft. Mit dem Wettbewerb stoßen wir die konkrete Auseinandersetzung mit Holz und seinen spezifischen Eigenschaften bei den Studierenden auf internationaler Ebene an und schaffen so die Voraussetzungen für die vermehrte Anwendung des Baumaterials Holz.“ Richard Stralz, Obmann von proHolz Austria
Die proHolz Student Trophy 26 wurde von internationalen Universitäten und Hochschulen in Lehrveranstaltungen aufgegriffen. Beteiligt hat sich etwa auch der BMLUK Stiftungslehrstuhl „Holzbau und Entwerfen im urbanen Raum“ an der TU Wien, der eine weitere Maßnahme von proHolz Austria (gemeinsam mit dem österreichischen Waldfonds) zum Ausbau von Holzbau-Kompetenz bei den Architekt:innen und Planer:innen der Zukunft darstellt.



