Der Fenster-Türen-Treff der Holzforschung Austria (HFA) fand am 5. und 6. März 2026 zum 25. Mal in Salzburg statt. Rund 270 Vertreterinnen und Vertreter aus der Fenster-, Türen- und Sonnenschutzbranche nutzten die Veranstaltung, um sich über aktuelle Entwicklungen aus Technik, Forschung und Wirtschaft auszutauschen. Kooperationspartner waren die Plattform Fenster Österreich, die Bundesinnung Tischler und Holzgestalter sowie der Bundesverband Sonnenschutztechnik Österreich.
Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Netzwerk- und Informationsplattform der Branche entwickelt. Insgesamt haben seit der ersten Ausgabe bereits rund 5.500 Personen daran teilgenommen.
Schwerpunkte: Sicherheit, Nutzbarkeit und Planung
Im ersten Themenblock standen Sicherheit und Nutzbarkeit von Fenstern und Türen im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem wirksame Maßnahmen zur Einbruchprävention sowie Anforderungen an barrierefreie und benutzerfreundliche Lösungen. Ein zentrales Ergebnis war, dass Sicherheit, Funktionalität und barrierefreie Nutzung frühzeitig und ganzheitlich in der Planung berücksichtigt werden müssen.
Einbau, Anschlüsse und technische Details
Weitere Vorträge beschäftigten sich mit technischen Fragen rund um Einbau und Anschlüsse von Fenstern. Themen waren unter anderem schalltechnische Anforderungen bei unterschiedlichen Einbausituationen sowie typische Schadensfälle im Zusammenspiel von Fenster, Sonnenschutz und Wärmedämmverbundsystem.
In diesem Zusammenhang wurde auch der neue Leitfaden „Dicht ums Fenster“ vorgestellt. Die Publikation wurde von der Holzforschung Austria gemeinsam mit mehreren Branchenverbänden erarbeitet und soll Planerinnen und Planern sowie ausführenden Betrieben praktische Hilfestellung für die fachgerechte Planung und Ausführung dichter Anschlüsse geben.
Praxis, Qualitätssicherung und europäische Regulierung
Der zweite Veranstaltungstag widmete sich praxisnahen Themen aus Produktion und Forschung. Behandelt wurden typische Mängel und Schadensbilder bei Fenstern und Türen, Anforderungen an Luftdichtheit sowie aktuelle Forschungsergebnisse zu Kastenfenstern.
Weitere Beiträge befassten sich mit Qualitätssicherung und CE-Kennzeichnung bei Kunststofffenstern. Zum Abschluss wurden die Auswirkungen neuer europäischer Regelungen für Fenster und Türen vorgestellt. Diese könnten künftig zu erhöhtem Dokumentations- und Prüfaufwand führen, gleichzeitig aber auch mehr Transparenz, Digitalisierung der Nachweisprozesse und bessere Marktüberwachung ermöglichen.
Fortsetzung im Jahr 2027
Der Fenster-Türen-Treff bestätigte erneut seine Rolle als zentrale Plattform für Wissenstransfer und Branchendialog. Die nächste Veranstaltung ist bereits geplant und findet am 4. und 5. März 2027 erneut in Salzburg statt.
Weitere Details und Foto finden Sie bei der Holzforschung Austria.