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Fakten für Holz

Die Publikation „Fakten für Holz“ zeigt wissenschaftlich fundiert, welchen Beitrag der Roh- und Werkstoff Holz zu Klimaschutz, Nachhaltigkeit und einer klimafreundlichen Bioökonomie leisten kann. Holz ist ein natürlicher Klimaschützer. Es wächst nach, entzieht der Atmosphäre CO₂ und speichert Kohlenstoff langfristig in Produkten. Durch die Nutzung von Holz bleibt dieser Kohlenstoff gebunden, während gleichzeitig neue Bäume nachwachsen und erneut CO₂ aufnehmen können. Holz ist unter den heute verfügbaren Materialien führend in der CO₂-Vermeidung. Die Publikation wurde von Expertinnen und Experten des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW), der Holzforschung Austria (HFA), des Kompetenzzentrums Holz (Wood K plus) sowie des Holztechnikums Kuchl (HTK) erarbeitet.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung stärkt die Leistungen des Waldes

Wälder erfüllen zahlreiche wichtige Funktionen für Umwelt und Gesellschaft. Sie sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, speichern Kohlenstoff, liefern Trinkwasser und stellen mit Holz einen der wichtigsten nachwachsenden Rohstoffe bereit. Eine aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung ist entscheidend, um Wälder an den Klimawandel anzupassen und ihre vielfältigen Ökosystemleistungen langfristig zu sichern.

Wälder wachsen – in Österreich und Europa

Die Waldfläche Österreichs ist seit den 1960er-Jahren von 3,69 auf 4,02 Millionen Hektar gestiegen. Gleichzeitig sind die Holzvorräte deutlich gewachsen: von 780 Millionen auf 1,174 Milliarden Vorratsfestmeter. Auch europaweit zeigt sich ein ähnliches Bild: Seit 1990 ist die Waldfläche um 14 Millionen Hektar gewachsen, die Holzvorräte haben um 8,3 Milliarden Kubikmeter zugenommen.

Holzprodukte speichern Kohlenstoff langfristig

Die Verwendung von Holz verlängert die Speicherung von Kohlenstoff über den Wald hinaus. Eine Holzkonstruktion kann je nach Bauweise bis zu 112 Kilogramm Kohlenstoff pro Quadratmeter speichern. Bis zum Jahr 2100 könnten rund 350 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente in Holzprodukten gebunden werden. Die Kohlenstoffeinlagerung und die damit verbundenen CO₂-Einsparungen sind wissenschaftlich belegt.

Holz ist der richtige Baustoff zur richtigen Zeit

Holz entspricht in Bereichen wie Beständigkeit, Brandschutz, Schallschutz und Energieeffizienz dem aktuellen Stand der Technik. Holzgebäude können bei entsprechender Nutzung und Wartung über 100 Jahre bestehen. Gleichzeitig ermöglicht der Holzbau durch hohe Vorfertigung kürzere Bauzeiten und wirtschaftliche Bauprozesse.

Holz passt ideal in eine Kreislaufwirtschaft

Holzgebäude und Bauelemente können rückgebaut und wiederverwendet werden. Am Ende ihres Lebenszyklus lassen sich Holzprodukte stofflich recyceln oder energetisch nutzen. Auch in der Holzverarbeitung wird der Rohstoff vollständig genutzt. Im Jahr 2024 wurden in Österreich 20 Millionen Erntefestmeter Holz geerntet und vollständig weiterverarbeitet: zu Bauprodukten, Holzwerkstoffen, Möbeln, Papier, Karton und Zellstoff oder Energie. Die energetische Nutzung am Ende des Lebenszyklus ersetzt fossile Energieträger aus unsicheren Weltregionen.